Der Wildkrautgarten wünscht frohen Valentinstag!

Wildkrautgarten wuenscht frohen Valentinstag

Auch was äußerlich widerborstig und stachelig daher kommt, ist im Inneren oft wertvoll und schön. Da ist es bei den Pflanzen wie bei den Menschen. Man muss sie nur besser kennenlernen, um ihre verborgenen Eigenschaften zu entdecken und lieben zu lernen. Und hat man erst einmal die innere Schönheit eines Wesens – sei es nun Mensch, Tier oder Pflanze – erkannt, dann darf es auch mal kratzig wie eine Karde sein – und ist trotzdem wunderbar, schön und heilsam.

Die Karde wächst wild in Deutschland. Normalerweise ist der Blütenstand eiförmig. Eine Pflanze in meinem Wildkrautgarten schenkte mir im letzten Jahr jedoch eine ganz besondere Blüte in Herzform. Auch wenn ich mich schon mehr als einmal an der stachelig-ausladenden Pflanze gestochen und zerkratzt habe, bin ich doch froh, sie in meiner Nähe zu haben. Eine Tinktur aus der Kardenwurzel kann nämlich bei Borreliose helfen. Bei Zeckenstichen nehmen wir die Tinktur ein paar Tage lang vorbeugend ein und behandeln auch den Biss nach Entfernen der Zecke damit.

Am Beispiel der Karde habe ich eine wichtige Lektion gelernt. Sie hat mir gezeigt, dass es sich immer lohnt, etwas erst besser kennenzulernen, ehe man sich ein Urteil darüber bildet.

Wildkrautgarten Weberkarde2Als ich meinen Wildkrautgarten vor ein paar Jahren übernahm, wurde der damals noch winzige Teich von einem Meer aus riesigen stachelbewehrten Pflanzen überwuchert. Immer wieder waren sie mir im Weg und kratzten mich mit ihren ausladenden dornenbehafteten Blättern. Irgendwann beschloss ich, dem Spuk ein Ende zu machen und hakte die Pflanzen alle kurz über dem Boden ab.

Per Zufall stieß ich just am nächsten Tag auf ein Bild der Pflanze im Internet. Weberkarde hieß sie also und mit dem richtigen Namen fand ich auf einmal mehr und mehr Infos über sie. Zum Beispiel, dass sie heilend bei Borreliose sei. Obwohl ich niemanden mit Borreliose kannte, beschloss ich, die Wurzeln, die nach dem Abhaken noch im Boden steckten, zu ernten und eine Tinktur anzusetzen.

Und wie es der Zufall dann weiter so wollte, traf ich zwei Wochen später eine alte Freundin wieder, der es wirklich nicht gut ging. Eine Borreliose-Erkrankung verursachte ihr so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr weiter wußte. Froh, noch rechtzeitig den Wert der stacheligen Pflanze in meinem Garten erkannt zu haben, konnte ich ihr die gerade fertig durchgezogene Tinktur mitgeben und nach ein paar Wochen kam sie wieder ohne Schmerzmittel durch den Tag. Leider ist die Borreliose von der Tinktur nicht vollständig ausgeheilt, aber sie half ihr doch mehr als die Morphiumpflaster und das „wir können nichts mehr tun“ der Ärzte.

Und die Karde vermochte noch mehr. Beim Kauf eines gebrauchten Buches über die Wirkungen der Karde bei Borreliose kam ich in Kontakt* mit sehr lieben Menschen, die ich als seelenverwandt bezeichnen möchte und die ich ohne diese stachelige und nur auf den ersten Blick widerborstige Pflanze wohl niemals kennengelernt hätte.

Es lohnt sich also immer, etwas genauer hinzusehen und auch die eine oder andere störende Eigenheit nicht zum Maß aller Dinge zu machen. Es steckt mehr dahinter, als sich auf den ersten Blick zeigt und was beim genaueren Betrachten zum Vorschein kommt, das ist oft liebenswert.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben einen schönen Valentinstag.
Der Wildkrautgarten

* Das Buch „Borreliose natürlich heilen“ von Wolf-Dieter Storl fand ich persönlich sehr lesenswert, auch wenn ich ursprünglich nur deshalb mit der Verkäuferin in Gespräch kam, weil sie mich vor dem Kauf warnen wollte. Ihr selbst hatte die Karde nicht geholfen. Nach langem Zörgern verkaufte sie mir das Buch dann doch. Ich habe den Kauf nicht bereut und zugleich eine wunderbare Bekanntschaft geknüpft 🙂


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