Pflanze des Monat Januar – Topinambur

Topinambur-Knollen

Topinambur-Knollen

Sonnenwurzel mit pikanter Wirkung
Wer glaubt, dass es im Winter nichts zu ernten gibt, der liegt falsch. Nicht nur in so warmen Wintern wie diesem hält die Natur noch einige Leckereien bereit. Ein komplett frosthartes, sehr gesundes und vielseitig verwendbares Wintergemüse ist die aus Nord- und Mittelamerika stammende Topinambur, welche auch hierzulande als verwilderter Einwanderer Fuß gefasst hat. Topinambur ist präbiotisch und kalorienarm, macht lange satt und kann sogar glücklich machen. Allerdings gibt es auch ein pikantes Geheimnis, das man vor dem Genuss der Sonnenwurzel unbedingt wissen sollte.

Eine Sonnenblume mit leckeren Wurzeln

Topinambur in Bluete

Topinambur in Blüte

Topinambur ist eine Sonnenblumenart. Mit der bekannten großen Sonnenblume ist sie eng verwandt. Ihre Blüten sind jedoch viel kleiner. Oft blüht sie gar nicht, denn als Kurztagspflanze bildet sie ihre Blüten erst spät im Jahr. In unseren Breiten kommt ihr dann oft der erste Frost dazwischen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Besonderheit der Topinambur findet sich unter der Erde. Im Spätherbst bildet sie an ihrem Wurzelstock zahlreiche Knollen, die roh oder gegart für viele leckere Rezepte verwendbar sind. Diesen Speicherorganen verdankt sie ihren lateinischen Namen „Helianthus tuberosus“ – knollige Sonnenblume. Die Algonkin-Indianer nannten sie liebevoll „Sonnenwurzel“.

Das helle Fleisch der rohen Topinambur-Knolle schmeckt leicht nussig und etwas süßlich. Mich persönlich erinnert der Geschmack an Wasserkastanien, andere finden ihn artischockenartig. Die Konsistenz ähnelt der eines knackigen Kohlrabis. Die dünne Schale kann man mitessen, zumal die meist unförmige Form der Knollen das Schälen sowieso etwas mühsam macht. Wer die Topinambur trotzdem schälen möchte, kann sie kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und dann wie eine Pellkartoffel enthäuten. Da geschälte und geschnittene Topinambur ähnlich wie geschälte Äpfel sehr schnell braun werden, sollten sie rasch verarbeitet werden. Durch Zugabe von Zitronensaft kann man die Verfärbung verzögern. Gekochte Topinamburknollen schmecken ebenfalls leicht nussig und süßlich, und erinnern an eine Mischung aus Schwarzwurzel, Artischocke, Kohlrabi und Spargel.

Eine Knolle für Figurbewußte und Diabetiker
Die Topinambur-Knollen enthalten nur 31 kcal pro 100g – das sind 60% weniger als Kartoffeln. Gleichzeitig bringt die Topinambur mehr Mineralien und Spurenelemente als diese auf den Teller. Durch den hohen Gehalt an Kalium wirken sie entwässernd, entschlackend und blutdrucksenkend. Das reichhaltig enthaltene Eisen fördert die Blutbildung. Calcium und Kieselsäure festigen Knochen und Zähne und beugen Haarausfall vor. Auch Vitamine und pflanzlichen Eiweiße sind in der Topinambur-Knolle reichlich vorhanden. Wichtigster Inhaltsstoff ist jedoch das präbiotisch wirksame Inulin, das Topinambur für Diabetiker besonders verträglich macht, die Darmgesundheit fördert und beim Abnehmen helfen kann.

Topinambursalat mit Chiasamen

Topinambursalat mit Chiasamen

Obwohl ähnlich aufgebaut, kann Inulin im Gegensatz zur Stärke wegen fehlender Enzyme nicht von unserem Verdauungssystem aufgeschlossen werden und erhöht damit den Blutzuckerspiegel nicht. Für Diabetiker ist die Topinambur also eine interessante Alternative zur Kartoffel, zumal sie sehr ähnlich zubereitet werden kann. Regelmäßiger Verzehr soll zudem die Cholesterin- und Blutfettwerte senken. Auch beim Abnehmen kann die Knolle helfen, denn das Inulin passiert den Dünndarm als unverdaulicher Ballaststoff. Bei genügender Flüssigkeitszufuhr quillt es auf und ruft dadurch ein rasches und intensives Sättigungsgefühl hervor. Auch die Homöopathie kennt Topinambur als Mittel zur Gewichtsreduktion.

Im Dickdarm dient das unverdaute Inulin dann den gesundheitsfördernden Bifidobakterien als Nahrung und hilft ihnen, sich zu vermehren. Weniger erwünschte Keime und Hefepilze werden dadurch im Wachstum gehemmt. Inulin fördert so als Präbiotikum eine gesunde Darmflora. Ein gesunder Darm ist wichtig für das Immunsystem.

Das pikante Geheimnis
Im Abbau des Inulins durch die Bakterien des Dickdarms liegt jedoch auch das pikante Geheimnis der Knollen. Ist die Darmflora noch nicht an die Verdauung des Ballaststoffs gewöhnt, kann es zu vermehrter „Gasbildung“ kommen. Um schmerzhafte oder auch einfach peinliche Blähungen zu vermeiden, sollte man deshalb mit dem Verzehr von Topinambur grundsätzlich vorsichtig beginnen. Am besten testet man erstmal die Wirkung einer halben Knolle täglich und steigert die Menge dann langsam. Wer empfindlich ist, sollte vielleicht auch nicht unbedingt vor einem Date oder Geschäftstermin an den Knollen knabbern. Die Zugabe von Kümmel bei der Zubereitung kann die Wirkungen abmildern.

Trotz seiner zu Anfang „windigen“ Nebenwirkungen sollte man sich aber den kulinarischen Genuss und die positiven gesundheitlichen Wirkungen der Topinambur-Knollen nicht vermiesen lassen. Ob roh, gekocht, gedünstet, gebacken oder frittiert, als Püree, Auflauf, Gemüse oder in Essig eingelegt –Topinambur ist unglaublich vielseitig. Sogar als Kaffee-Ersatz kann man sie verwenden. Wie bei der dafür eher bekannten Zichorie wandelt sich auch bei der Topinambur das Inulin beim Rösten teilweise zu Oxymethylfurfurol um. Dieses sorgt für ein kaffeeähnliches Aroma. Im Schwarzwald wird aus den Knollen traditionell ein Verdauungsschnaps gebrannt.

Topinambur macht glücklich
Topinambur ist übrigens auch reich an Tryptophan. Das ist eine Aminosäure, aus der im Gehirn das Wohlfühl- und Glückshormon Serotonin gebildet wird. Um besonders viel Tryptophan ins Gehirn zu transportieren, ist es ratsam, Topinambur möglichst roh zu verzehren und dabei gut zu kauen. Auch schweißtreibender Sport nach der Mahlzeit soll die Ausbeute für den Körper verstärken. Da andere Aminosäuren den Transport des Tryptophans ins Gehirn blockieren können, sollte man auf andere Eiweißquellen, insbesondere auf Milch und Fleisch, in der Glücks-Mahlzeit verzichten.

Anbau: Einfacher geht’s nicht.

Topinambur Ernte

Topinambur-Ernte im Herbst und Winter

Die tollen Knollen lassen sich im Garten oder sogar im Blumentopf völlig unkompliziert und sehr ertragreich anbauen. Auch wenn das Kraut bei den ersten Frösten abstirbt, sind die je nach Art etwa kartoffelgroßen Knollen vollständig winterhart. Sie können bis ins späte Frühjahr hinein geerntet werden. Damit ich auch bei Bodenfrost nicht auf die Sonnenwurzel verzichten muss, lagere ich im Herbst immer einige Kilogramm in Eimern ein, die ich mit Erde abdecke. Bei Frost hole ich mir einfach einen Eimer und habe so immer frische Knollen. Außerhalb der Erde halten die Knollen nicht lange und werden schnell schrumpelig. Man sollte sie darum am besten so lange wie möglich in der Erde lassen und dann in einer Tüte im Kühlschrank aufbewahren und recht schnell verbrauchen. Meine ersten Saat-Knollen habe ich im Kühlschrank überwintert. Ich hatte sie im Herbst gekauft und musste sie irgendwie lagern, bis ich sie im Frühjahr auspflanzten konnte. Trotz des Kühlschrankwinters haben sich meine Topinambur-Knollen in der Folge prächtig vermehrt. Aus der ursprünglichen Handvoll sind über die Jahre zahllose Eimer voll Knollen nicht nur in meinem Garten geworden.

Und das ganz ohne viel Arbeit. Die Knollen werden einfach ein paar Zentimeter tief in den Boden gesteckt und das war’s. Kein Jäten, kein Düngen, kein Ungeziefer. Topinambur ist absolut anspruchslos, nur Staunässe mögen sie nicht. Einfach wachsen lassen und im Herbst und Winter ernten. Nebenbei dienen die rund 1-3 Meter hohen Pflanzen bei mir auch noch als praktischer Sichtschutz, lenken Wühlmäuse von meinen anderen Pflanzchen ab und unterdrücken vom Nachbarn unerwünschtes Wildkraut am Gartenzaun. Topinambur ist ideal für pflegeleichte Permakulturgärten, denn egal, wie viel man erntet, sie kommt normalerweise immer wieder. Aus kleinen Wurzelstücken, vergessenen Knöllchen und selbst aus von Nagern ausgehöhlten Knollen treibt sie im Frühjahr wieder aus. Ich stecke bei der Ernte einfach die Wurzeln wieder in die Erde – das reicht.

Nicht bei allen beliebt

Topinambur Pflanze

Topinambur neigt zum wuchern – und zu hohen Erträgen

Gerade diese Vitalität macht die Topinambur bei vielen Gärtner und Naturschützern unbeliebt. Es kann schon mal vorkommen, dass Wühlmäuse eine Knolle woanders hin tragen und dort dann ein Pflänzchen wächst. Auch wenn man das Beet anderweitig bepflanzen will, kann es schwer werden, die Pflanzen wieder loszuwerden. Dasselbe gilt für verwilderte Exemplare an Uferböschungen. Durch die flachen Wurzeln und begeistert nach den Knollen buddelnde Nager kann die Topinambur dort zur Gefahr werden. Allerdings kann die Knollenbildung durch zweimaliges Abmähen des Grüns im Juni und August fast vollständig unterdrückt werden. Innerhalb weniger Jahre sind die verbleibenden Speicherknollen dann ausgelaugt.

Tiere mögen Topinambur
Topinambur kann man auch für seine Haustiere anbauen. Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen, Schafe und Pferde fressen wohl sehr gerne die frischen oder getrockneten Blätter und Stängel junger Pflanzen. Auch Schildkröten sollen sie mögen. Ihrem Einsatz in der Schweinemast verdankt die Topinambur ihren Beinahmen Schweinebrot. Auf Biohöfen und bei Selbstversorgern dürfen sich die Rüsseltiere die Knollen noch heute selbst aus dem Feld holen. In geringem Umfang wird die Topinambur auch als Futterpflanze für Wildtiere angepflanzt. Rot- und Schwarzwild, Wildschweine oder Nager und scharren die Knollen aus dem Boden und fressen die jungen Triebe.

Wechselhafte Karriere
Seit ihrer Entdeckung haben die Topinambur-Knollen eine überaus wechselhafte kulinarische Laufbahn hinter sich. Als „Kanadischer Erdapfel“ traten sie Anfang des 17. Jahrhunderts ihre Reise nach Europa an. Wolf-Dieter Storl berichtet in seinem lesenwerten Buch „Wandernde Pflanzen“, dass sie von Samuel de Champlain, dem Gründervater des französischen Kanadas in den Gärten der Indianer entdeckt wurden. Sie retteten in einer Hungersnot den ersten Siedlern das Leben und eroberten als exotische Spezialität bald darauf die Gaumen der französischen Hofgesellschaft. Da zur selben Zeit auch einige aus Brasilien verschleppte Indianer des Stammes der „Tupinambous“ zum vielgestaltigen Amüsement am Hof herumgereicht wurden, nannten clevere Händler die Knollen bald „Gemüse der fabelhaften Tupinambour“. Der klangvolle Name der südamerikanischen Indianer war zum Inbegriff alles Exotischem geworden und so verkauften sich auch die nordamerikanischen Sonnenblumenknollen unter dem Namen besser.

Die Italiener nannten sie treffender „die Sonnenblume, die nach Artischocke schmeckt“, in der Landessprache girasol articiocco. Die Engländer verballhornten diesen Namen zur jerusalem artichoke – wie die Topinambur im englischen noch heute heißt. Auch die Deutschen übernahmen den Beinamen Jerusalem-Artischocke, obwohl sie mit der heiligen Stadt nichts zu tun hat. Eine Zeitlang wurde die Topinambur parallel zur Kartoffel auf den Äckern der Landbevölkerung angebaut und erfreute sich im 17. und 18. Jahrhundert einiger Beliebtheit. Dass sie gerade in Krisenzeiten eine Rettung für die Hungernden war, wurde der vitalen Knolle nach der Zeit der großen Kriege jedoch zum Verhängnis. Als Arme-Leute-Essen war sie bei den Kriegsgenerationen verpöhnt und wurde zum Viehfutter degradiert. Die Verbreitung der Kartoffel und die moderne Landwirtschaft gaben ihr den Rest. Weil Topinambur einmal gepflanzt so ungestüm wuchert, macht sie eine geregelte Fruchtfolge schwierig. Auch die maschinelle Ernte und Lagerung sind bei der Kartoffel einfacher, welche die Topinambur auch wegen der höheren Kaloriendichte in der Mitte des 20. Jahrhunderts immer mehr verdrängte.

Renaissance einer tollen Nutzpflanze

Topinambur als Bienenweide

Topinambur als Bienenweide und Energiepflanze

Seit einigen Jahren erlebt die knollige Sonnenblume jedoch wieder eine Renaissance. Nicht nur in den Küchen der Feinschmecker ist sie wieder häufiger zu finden, auch als Energiepflanze wird sie wegen des hohen Zuckergehalts der Knolle zunehmend entdeckt. Im Ethanolertrag liegt die Topinambur direkt hinter Zuckerrüben. Aus 100kg lassen sich 8 bis 10 Liter Alkohol gewinnen. Auch die üppige und mehrjährig wachsende Pflanzenmasse ist ein ertragreicher Rohstoff für Biogasanlagen. Topinambur ist bei den Imkern beliebt. Wenn sie es denn schafft zu blühen, gilt sie als gute Herbst-Bienenweide Die Anthroposophen entdeckten in ihr eine lichthafte Alternative zum Nachtschattengewächs Kartoffel – welche gut in ihr ganzheitlich orientiertes Ernährungs-Konzept passt.

Probieren die sie Sonnenwurzel doch auch mal aus, unten finden Sie ein paar Rezepte und im Internet noch viele mehr. Aber nicht vergessen: Langsam anfangen mit den tollen Knollen!

Fröhliches Wildkräutern!
Der Wildkrautgarten

Rezepte mit Topinambur

Topinambur-Orangen-Salat
Zitronensaft, Orangensaft und etwas süße Sahne zu einem Dressing verrühren. Pro Person 1 Knolle Topinambur waschen, in dünne Stifte schneiden oder grob raspeln und sofort mit dem Dressing mischen. Kleingehackte Walnüsse und Orangenstücke unterheben. Wer will kann das ganze noch mit gerösteten Chiasamen oder Walnüssen und Kresse- oder Alfalfa-Sprossen garnieren.

Topinambur- Apfel-Salat
1 Teelöffel Senf, 50 ml Orangensaft, 50 ml Olivenöl und jeweils eine Prise Salz, Zucker und Pfeffer mit dem Pürierstab zu einem cremigen Dressing schlagen. Je 200 g Topinambur und Apfel in dünne Scheiben oder Stifte hobeln, mit dem Dressing mischen und auf einem Teller mit ein paar kleingehackten Walnüssen anrichten. Der Salat schmeckt auch gut durchgezogen am nächsten Tag noch gut.

Topinambur-Püree
Topinambur-Knolle schälen und klein schneiden. In leicht gesalzenem Wasser ca ein Viertel-Stunde lang kochen. Wasser abgießen und mit etwas Milch und ein paar Flocken Butter zu einem Brei stampfen. Mit Salz und etwas Muskat abschmecken.

Tag und Nacht – Topinambur-Kartoffel-Gratin

Je 500 g Kartoffeln und Topinambur-Knollen ca. 10 Minuten in Salzwasser, in ca. ½ cm dicke Scheiben scheiden und lagenweise in eine Gratin-Form schichten. Zwischen die Schichten jeweils etwas geriebenen Käse streuen. 400 ml Rahm, 300 ml Milch und ein Ei verqirlen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss etc. kräftig würzen und über die Lagen gießen. Obendrauf noch mal geriebenen Käse geben und für ca. 45 Minuten bei 180 Grad im Ofen garen. (Eventuell nach 20 Minuten Gratin abdecken, damit der Käse nicht zu dunkel wird.)


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13 Gedanken zu „Pflanze des Monat Januar – Topinambur

  1. Gundy

    Seit einer Stunde durchwühle ich das Netz, finde aber keine Antwort auf meine Frage: Kann man auch die Blüte des Topinambur essen? Die gelben Blätter wären doch eine hübsche Deko auf dem Salat. Sonnenblumenblüten kann man wohl essen, daher auch Topinambur???
    Liebe Grüße
    Gundy

    Antworten
    1. Wildkrautgarten

      Hallo Gundy,

      laut Eva Maria Dreyers „Essbare Wildpflanzen Europas“ (Partnerlink) sind Topinambur-Blüten essbar. Sie schreibt, dass die gelben Zungenblüten frisch oder getrocknet als essbare Dekoration und im Tee verwendet werden können. In Guido Fleischhauers „Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden“ (Partnerlink) findet sich die gleiche Information.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter. ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren 🙂
      Der Wildkrautgarten

      Antworten
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  4. Bernd

    Lieber wildkrautgarten, kann man die frischen Sprossen die so schön spargelähnlich aussehen, auch wie Spargel essen ?
    ( verspätete balkonernte im April …)

    Grüße aus Leipzig, Bernd

    Antworten
    1. Wildkrautgarten

      Hallo Bernd,
      das ist ja eine tolle Idee, ehrlich gesagt, habe ich das noch nie ausprobiert. Werde ich mal nachholen, wenn die Sprossen bei mir aus dem Boden kommen, denn bis jetzt ist noch nichts zu sehen. Aber prinzipiell sind die grünen Teile der Topinambur auch essbar. Mir waren die ausgewachsenen Blätter bisher nur zu rau für den Salat 🙂 Übrigens kann man auf jeden Fall die Triebe vom Hopfen wie Spargel zubereiten und die schmecken sehr ähnlich wie die grünen Stangen. Die kommen jetzt auch gerade raus.

      Antworten
  5. Sziebert, Gabriele

    Hallo,
    kann man die jetzigen jungen Knollen auch bedenkenlos essen?
    Vielen Dank für eine Antwort.
    VG, Gabriele

    Antworten
    1. Wildkrautgarten

      Hallo, solange die Knollen noch nicht ausgetrieben sind, habe ich sie auch im Frühjahr noch gegessen. Danach werden sie ja schrumpelig. Im Frühjahr ist weniger Inulin enthalten als im Herbst. Dadurch ist die Gefahr von Blähungen viel geringer 🙂

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  7. Julie Rose

    Hallo, schoene Seite. Ich frage mich bei der Knollenvielfalt der Topinambur, ob es wohl auch rote, orangene oder sonst wie farbige Topi-Blueten gibt, oder sind alle gelb ? Wenn ich unter Artenvielfalt google, finde ich nur die vielen unterschiedlichen, zum Teil sehr lustig aussehenden Knollen abgebildet. Und dann moechte ich gerne noch wissen: Wenn die Topi das ganze Jahr ueber im Beet bleiben duerfen / koennen, warum ist die Pflanzzeit dann auf Mai-Oktober beschraenkt ? Vielen Dank, viele Gruesse !

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    1. Wildkrautgarten

      Hallo Julie,
      freut mich, dass dir die Seite gefällt. Mai bis Oktober ist vielleicht auf Gartenseiten als Pflanzzeit für die Topinambur angegeben, weil von November bis April Erntezeit ist. Ab Mai treiben die Knollen, die im Boden geblieben sind, wieder aus und dann werden die Knollen holzig. Ob es verschiedenfarbige Topinamburblüten gibt, kann ich dir leider nicht sagen. Ich habe zwei Sorten im Garten, die eine blüht gelb wie auf den Fotos und die andere hat es in den letzten Jahren gar nicht zur Blüte gebracht, dafür hat sie wesentlich dickere Knollen. Leider habe ich absolut keinen Platz für noch mehr Topinambur-Pflanzen, sonst würde ich es einfach mal mit verschiedenen Knollen ausprobieren. Falls du noch Platz hast, versuch es doch einfach mal und berichte uns über die Ergebnisse – ich bin gespannt.

      Liebe Grüße
      Mandy

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  8. Chris

    Servus liebe Gartenfreunde!
    Brauche Euren Rat.
    Habe vor Tobinambur am Balkon zu ziehen.
    Weiß wer von Euch, ob ich dazu meine Pfefferminze pflanzen kann?
    Danke für Eure Mühe
    Chris

    Antworten
    1. Marie

      Hallo Chris,
      habe seit über 20 Jahre Topinambur im Garten. Pfefferminze wächst quer durch alle Beete, macht auch vor Topi nicht Halt, vertragen sich prächtig.
      Wünsche gutes gelingen,
      Marie

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