Zum Muttertag ein (essbarer) Fliederstrauß

Bluehender Flieder

Ein Fliederstrauß zum Muttertag

Heute ist Muttertag. Wenn ich an diesem Tag zu Hause bin, dann pflücke ich meiner Mutter immer einen Fliederstrauß. Das habe ich schon als kleines Mädchen gemacht und mache es heute noch, wenn es sich einrichten läßt. Da ich ihn heute nicht persönlich überreichen kann, möchte ich ihr auf diesem Wege wenigstens einen virtuellen Fliedergruß schicken: Alles Gute zum Muttertag!

Doch Flieder ist nicht nur wunderschön und duftet betörend, er ist auch eine potente Heilpflanze. Seine Blüten sollen außerdem essbar sein.

Ich denke, viele Mütter freuen sich auch über selbst gepflückte Blütensträuße, es muss nicht immer ein gebundener Strauß aus dem Supermarkt oder Blumengeschäft sein. Ein selbst liebevoll zusammengestellter Frühlingsblütenstrauß ist doch auch viel persönlicher, das ist zumindest meine Meinung. Doch Blüten können meist noch viel mehr als schön aussehen. Viele davon sind essbar und erfreuen uns nicht nur in der Vase, sondern auch auf dem Teller. In den nächsten Tage möchte ich euch deshalb einige essbare Blüten vorstellen.

duftende Fliederblüten

die echten Fliederblüten duften sehr intensiv, werden aber recht selten für Rezepte verwendet

Die erste in der Reihe, ihr vermutet es vielleicht schon, wird die Fliederblüte sein. Bei meinen Recherchen im Internet bin ich darauf gestoßen, dass auch sie essbar sein soll. Auch wenn die Ungiftigkeit recht umstritten ist, soll man den wunderbaren Duft beispielsweise ungefährlich in Zucker, Salz, Likör, Sirup, Gelee oder Öl einfangen können. Ich gebe zu, bisher ging auch ich davon aus, dass der Flieder in allen Teilen leicht giftig ist und man daraus höchstens einen sehr bitteren Tee gegen Fieber und Verdauungsprobleme oder einen Badezusatz gegen rheumatische Schmerzen bereiten könnte.

Allerdings scheinen einige Kräuter- und Blütenfreunde das anders zu sehen. Selbst auf Chefkoch.de finden sich Rezepte, beispielsweise für Fliederblütensirup, der bei den Kommentatoren anscheinend gut ankommt.

Wer sich jetzt auf die Suche nach weiteren Rezepten machen will, dem muss ich jedoch einen wichtigen Hinweis geben: Die meisten Fliederrezepte, die man im Netz so findet, beziehen sich nicht auf den weiß, hell- oder dunkellila blühenden Zierstrauch (Syringa), der oben abgebildet ist.

Holunderblueten

Holunderblüten werden in vielen Rezepten verwendet, manchmal werden sie auch Flieder genannt

Sie meinen eigentlich den weißblühenden Holunderbusch (Sambucus), der in manchen Gegenden auch Flieder genannt wird. Hier muss man also genau hinschauen, welche Pflanze wirklich gemeint ist. Die Fliederbeeren für Fliederbeerensaft oder -suppe sind beispielsweise die des Holunders, nicht die bitteren (und ich meine auch giftigen) Fruchtstände des Duft-Flieders.

Da ich selbst die Fliederblüte noch nicht verarbeitet und probiert habe, möchte ich hier auf einige Links zu Rezepten mit den echten Fliederblüten auf Kuechengötter.de verweisen, allerdings ohne Gewähr auf Genießbarkeit 🙂

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren. Da die Fliederzeit ja gerade erst anfängt, würde ich mich freuen, wenn mir der eine oder andere Leser von seinen Erfahrungen berichtet.

Fröhliches Wildkräutern!
Der Wildkrautgarten


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