Begegnungen am Schlehenbusch

Bluehende Schlehenbüsche

Blühende Schlehenbüsche

Mein Heimweg von der Arbeit führt mich durch eine Parkanlage, in der es jeden Tag aufs neue zahlreiche Pflanzen zu entdecken gibt. Es ist schon erstaunlich, wie schnell nun alles grün geworden ist und zu blühen beginnt. Auch einige der Schlehenbüsche stehen aktuell in voller Blüte. Als ich vor ein paar Tagen nach Hause schlenderte, hatte ich eine wunderbare Begegnung an ebenjenem blühenden Schlehenstrauch.

Dort stand eine alte Frau und sammelte die Blüten. Sie sah so richtig aus, wie man sich ein kräuterkundiges Mütterchen so vorstellt, mit Kopftuch und Korb, das Gesicht wettergegerbt. Die Neugier siegte über die Schüchternheit und so fragte ich sie, wofür sie diese Blüten sammelt.

Sie erklärte mir, dass die Blüten dieser Schlehenart Heilkräfte haben. Wenn man sie trocknet und dann als Tee trinkt – sie schmunzelte ein wenig bei den nächsten Worten – dann helfen sie gegen Verstopfung. Aber nur die Blüten der Art mit den kleinen Schlehenbeeren wären heilsam. Die am Nebenbusch, mit den großen Schlehenbeeren, taugten dafür nicht. Daraus könne man dann später lieber Marmelade kochen. Bisher war mir noch gar nicht aufgefallen, dass dort zwei verschiedene Schlehenarten stehen. Da muss ich bei den Früchten im Herbst wohl nochmal genau hinschauen und werde darüber berichten.

Ich unterhielt mich noch eine ganze Weile mit ihr und sie erzählte mir von anderen Pflanzen, die hier wachsen, von Löwenzahnhonig und Lindenblüten. Das war eine wirklich schöne Begegnung am Schlehenbusch.

Fröhliches Wildkräutern!
Der Wildkrautgarten

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