Beltane, Walpurgis – Uralte Rituale beim Frühlingsfest

Birke als FruehlingsmaienDas ursprüngliche Maifest am ersten Maivollmond war ein weiteres Fruchtbarkeitsfest zu Ehren der nun erwachten Natur. Die Kelten feierten es unter dem Namen Beltane. Im keltischen Kalender steht es für den Sommeranfang. Beltane war eines der vier großen keltischen landwirtschaftlich geprägten Jahresfeste. In der Nacht des Beltane sollen alle Herdfeuer gelöscht. Auch hier begegnet uns die magische Zahl Neun wieder. So wie die Kräutersuppe zum Ostervollmond mit neun Kräutern zubereitet wurde, wurde das Feuer zum Maivollmond mit neunerlei Hölzern entfacht. Mit diesem rituellen Feuer wurden die Herdfeuer wieder zum Lodern gebracht. Das Vieh wurde dann auf dem Festplatz zum Schutz vor Krankheiten zwischen zwei Feuerstößen hindurch getrieben. Heute kennt man Kultfest rund um das große Frühlingsfeuer vielerorts als Walpurgis – benannt nach der heiligen Walpurga.

Nach dem reinigenden Feuerritual der Beltane- oder Walpurgis-Nacht feierte und feiert man heute noch den Tanz in den Mai. Schon zu Zeiten der Kelten soll es Brauch gewesen sein, Haus und Hof mit frischem Grün, insbesondere mit Birkenzweigen zu schmücken. Noch heute ist es Brauch in vielen Regionen, am Morgen des ersten Mai, junge Birken – auch Maien genannt – an den Häusereingängen aufzustellen. Junge Männer können damit ihre Zuneigung für eine Frau ausdrücken. Da die Birke einer der ersten Bäume ist, die aus der Winterstarre erwachen, gilt sie als Symbol für Licht, Leben, Kraft, Anmut und Fruchtbarkeit.

Im Mai werden auf vielen Dorfplätzen auch die so genannten Maibäume aufgestellt. Das ist meist ein hoher verzierter Pfahl, der oben mit einem Ring umkränzt ist. Dieser Maibaum ist eine Stilisierung der sexuellen Vereinigung von Mann und Frau. Beim Maitanz mit langen Bändern, die am Ring oben befestigt durch den Reigen immer enger geknüpft wurden, „bandelten“ die Tanzenden Paar miteinander an und huldigten sicher anschließend nicht selten der gemeinsam der Fruchtbarkeit und Erneuerung der Natur. Auch die Wahl der Maikönigin, die bis heute noch in manchen Gegenden praktiziert wird ist, vielleicht eine letzte Erinnerung an die Verehrung einer Göttin, die dem Land Fruchtbarkeit schenkte.


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