Weizengras – vom Ostergras zum Superfood, Katzengras oder Getreidefeld

Weizengras - Superfood, Katzengras oder Mini-Getreidefeld

Weizengras – aus dem Ostergras wird Superfood, Katzengras oder ein Mini-Getreidefeld

Wer das für die Feiertage selbst gezogene Ostergras aus Weizen nach Ostern nicht mehr als Deko benutzen will, muss die grünen Triebe nicht wegwerfen.

Wie versprochen, will ich drei Methoden vorstellen, wie man die Gräser auch nach Ostern noch sinnvoll nutzen kann – als Superfood, als Katzengras oder für das eigene Mini-Getreidefeld.

Vom Ostergras zum Superfood – Weizengras und Weizengrassaft

Wenn Sie das Ostergras aus selbst Weizenkörnern gezogen und nicht mit schädlichen Stoffen behandelt haben, können Sie sich daraus einen vitamin- und mineralstoffreichen Weizengrassaft pressen. Es lohnt sich, sein Ostergras auf diese Weise zu „entsorgen“, denn Weizengras enthält über 100 verschiedene Vitalstoffe, die wir für unseren Körper nutzen können.

So enthält es bis zu 70 Prozent Chlorophyll. Dieses „grüne Blut“ der Pflanzen wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, schützt unser Blut vor Zellschäden, kann Krebserkrankungen vorbeugen, fördert die Blutbildung, senkt das Cholesterin und stärkt das Immunsystem.

Interessant ist, dass der grüne Blattfarbstoff unserem Blutfarbstoff Hämoglobin chemisch sehr ähnlich ist. Bis auf ein Atom sind beide identisch. Wo beim Blut ein Eisen-Atom sitzt, ist es beim Chlorophyll das Magnesium. Im Ayurveda ist Chlorophyll deshalb von zentraler Bedeutung für die Gesunderhaltung des Blutes.

Ostergras als Vitaminspender nutzen

Ostergras als Vitaminspender nutzen

Weizengras enthält außerdem knapp 24 Prozent pflanzliches Eiweiß mit einer für unseren Organismus idealen Zusammensetzung an essentiellen Aminosäuren. Viele sehen im Weizengras sogar eine Art Superfood, weil es 60 mal mehr Vitamin C als Orangen, 5 mal mehr Eisen und 50 mal mehr Vitamin E als Spinat, 11 mal mehr Kalzium als Kuhmilch und 5 mal mehr Magnesium als Bananen enthalten soll. Außerdem ist es eine der eher seltenen pflanzlichen Quellen für Vitamin B12.

Es gibt Autoren, die Weizengras zu den vollkommensten Nahrungsmitteln überhaupt zählen, da es alle lebensnotwendigen Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme enthält und somit als alleiniges Nahrungsmittel den menschlichen Organismus ernähren könnte.

Aufgrund der vielen wertvollen Inhaltsstoffe ist Weizengras ein vielfältiges Heilmittel und findet als dieses schon seit Jahrtausenden Verwendung. Alte chinesische Kulturen, die keltischen Druiden und die Indianer sollen es zur Behandlung verschiedenster Krankheiten eingesetzt haben.

Weizengrassaft - ein Superfood

Weizengrassaft – ein Superfood

Um an die wertvollen Inhaltsstoffe zu kommen, kann man Weizengras einfach kauen und die festen Pflanzenfasern ausspucken. Da das nicht jedermann Geschmack ist, kann man sich auch Weizengrassaft auspressen. Dafür nimmt man am besten einen Entsafter, der auch für grüne Pflanzen geeignet ist und eine geringe Umdrehungszahl hat. So erhält man eine hohe Saftausbeute, in die nur wenig oxidierender Sauerstoff eingemischt wurde. Ein Weizengras-Schale mit 10cm Durchmesser ergibt etwa ein halbes Schnapsglas an purem Weizengrassaft.

Für Weizengrasanfänger tut es aber auch erstmal ein einfacher Mixer. Darin sollte man das Gras allerdings mit etwas Flüssigkeit mixen und anschließend die Pflanzenfasern abfiltern.

Der Geschmack von Weizengrassaft ist gar nicht so schlimm, wie man oft hört. Es schmeckt ein bischen würzig und ein klein wenig bitter und irgendwie sehr grün – aber nicht wirklich unangenehm. Wem der Grassaft pur nicht schmeckt, der kann ihn vorerst ja mit anderen Obst- oder Gemüsesäften mischen. Anfangs sollte man auch nicht mehr als 1-2 Teelöffel vom frischen grünen Saft nehmen, da er den Körper stark entgiften kann. Diese Ausschwemmung von Giftstoffen kann dann manchmal zu Unwohlsein führen, wenn sie zu intensiv verläuft. Deshalb mit wenig anfangen und später langsam steigern. Gelblich verfärbtes Gras sollte man nicht mehr verwenden. Die Gelbfärbung ebenso wie starker Bittergeschmack deuten auf Nährstoffmangel hin – für Heilzwecke ist dieses Gras dann wertlos. Am besten erntet man es zwischen dem 9. und dem 14. Tag nach der Aussaat, wenn es noch richtig grün und saftig ist.

Vom Ostergras zum Katzengras

Katzen fressen hin und wieder Gras

Katzen fressen hin und wieder Gras

Sogar fleischfressende Tiere kennen instinktiv die gesunde Wirkung von Gräsern und nutzen sie für sich. Katzen und Hunde kauen regelmäßig an Gras- oder Getreidehalmen herum, wenn sie die Möglichkeit dazu erhalten. Das Katzengras, das es mittlerweile in vielen Tierläden zu kaufen gibt, ist nichts anderes als gekeimtes Getreide. Mit Weizen- oder Gerstengras kann man seiner Katze also sicher eine kleine Freude machen, falls sie das Ostergras nicht schon vorher abgeknabbert hat 🙂

Vom Ostergras zum eigenen Getreidefeld

Getreidefeld (Geste)

Getreidefeld (Geste)

Wer sein Ostergras weder selbst verspeisen, noch eine Katze damit beglücken möchte, der kann sich damit ja den Grundstock für sein eigenes kleines Getreidefeld legen. Zugegeben, das Feld wird wohl ziemlich klein ausfallen, aber für neugierige Gartenfreunde oder Kinder ist es trotzdem toll, dem Getreide beim Wachsen und Reifen zuzusehen.

Falls die Nachbarskatze vorher nicht alles weggeknabbert hat, kann man im Spätsommer einige Ähren ernten und zum Beispiel als Samen für das nächste Ostergras aufbewahren.

Auch die Vögel freuen sich im Winter sicher über ein paar Getreidekörner aus eigener Anzucht.Wildvogelfuetterung

 

 

Fröhliches Wildkrautgärtnern!
Der Wildkrautgarten

 

Quellen:

 


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