Frühlingsanfang … und kein Frühling in Sicht!

Gelbstern

Gelb- oder Goldstern

Heute ist offizieller Frühlingsanfang. Dieser wird astronomisch durch die erste der beiden Tagundnachtgleichen im Jahr festgelegt. Also jenem Tag im Frühjahr, an dem das Tageslicht genauso lang ist wie die Nacht. Für die nächsten 31 Jahre wird der 20. März der Frühlingsanfang bleiben.

Auch Pflanzen zeigen uns den Frühling an, dieser sogenannte „phänologische Frühlingsanfang“ kann natürlich je nach Witterung und Region etwas vom kalendarisch-astronomischen Datum abweichen. In diesem Jahr lassen die pflanzlichen Anzeichen des Frühlings noch auf sich warten.

Boten des Vorfrühlings, wie das Schneeglöckchen und die Haselnussblüte haben wir in der vergangenen Zeit ja schon entdecken können. Mit den Weidenkätzchen beginnt gerade ein weiterer Vorbote zu blühen.

Der phänologische Frühlingsanfang wird dann durch die Boten des Erstfrühlings eingeläutet. Da sind die blühende Forsythie, Laub treibende Stachelbeeren und blühende Birnbäume. Auch zahlreiche Frühblüher lassen zu dieser Zeit die Natur wieder bunt werden. Wenn dann vermutlich im Mai die Apfelbäume und der Flieder blühen, dann hat der Vollfrühling begonnen und alles ist wieder wunderbar grün und erneuert.

Bis es soweit ist, hier schon mal ein paar Impressionen von den ersten Farbtupfern, die im März in der erwachenden Natur zu entdecken sein können – soweit sie unter den Schneemassen zu finden sind.

Mir fällt auf, dass viele der typischen Frühblüher giftig sind. Wahrscheinlich, damit sie nicht sofort gefressen werden. Ob von Tieren oder Wildkraut-Freunden 🙂 Zum Wald-Gelbstern sei noch angemerkt, dass er in mehreren Büchern als essbar geführt wird. Er enthält allerdings geringe Mengen des Tulpengiftes Tuliposid. Es muss also jeder selbst entscheiden, ob er ihn essen will. Ich habe ihn sicherheitshalber als giftig aufgeführt.

Noch ein Tipp an alle „ordnungsliebenden“ Gärtner zum Frühlingsbeginn: bereits seit dem meterologischen Frühlingsanfang am 1. März dürfen bis zum 30. September keine Hecken mehr geschnitten werden, da in dieser Zeit die Brutsaison der Vögel stattfindet. Also Heckenschnitt erst ab Oktober, auch wenn der „Wildwuchs“ den einen oder anderen Gartenfreund stört – der Natur zu Liebe – denn die sollte gerade beim Gärtnern immer im Vordergrund stehen!

Fröhliches Wildkräutern!
Der Wildkrautgarten.


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5 Gedanken zu „Frühlingsanfang … und kein Frühling in Sicht!

  1. Isis

    Ein wunderbarer Artikel zum Frühlingsanfang. Ich bin an Rheuma erkrankt und leide immer besonders im Frühling an Schmerzen in Knien und fast allen Gelenken. Jahrelang war ich auf der Suche nach einer Pflanze gegen die Frühjahrsschmerzen.
    In unserem Park wachsen Roßkastanien, die im Frühjahr in voller Blüte stehen. Bisher ist die Wirkung ja nur bei Krampfadern bekannt. Letztes Frühjahr habe ich Bäder genommen und die Frucht des Baumes brachte tatsächlich Linderung.

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    1. admin Beitragsautor

      Hallo Isis, es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. In diesem Jahr kann ich die Sehnsucht nach dem Erwachen der Natur kaum noch aushalten, aber ab der kommenden Woche soll ja endlich der Frühling Einzug halten. Vielleicht findest du dann schon ein paar Brennessel-, Löwenzahn- oder Gundermannblättchen in den Schneelücken. Alle drei regen den Stoffwechsel an, sind entgiftend und sollen auch antirheumatisch wirken. Eine kleine Frühjahrskur mit Tee oder Wild-Gemüse tut dir bestimmt gut.

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  4. Gerti

    Hallo
    Ich finde es ja so super. Endlich eine übersichtliche Tabelle mit essbaren und giftigen Pflanzen. Dauernd habe ich nach den Unkraut „behaartes Schaumkraut “ gesucht, und endlich gefunden. Bei mir wächst sehr viel, deswegen freue ich mich umso mehr, dass dieses Unkraut essbar ist.
    Viele Grüße
    Gerti

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